Xangverei (von Sebastian Blau)

Schuster, Bäcker, Metzger, Schneider
jonge Wirt ond Hongerleider
Apotheker ond Konditer
Leichapfleger, Hauchzichbitter
Jonger Spritzer, alter Knacker
Kirchapfleger ond no mei
Älles isch em Xangverei
so muaß sei.

Aber d`Hauptsach kommt am End
denn dr beschd Verei nix wär,
ohne an reachta Dirigent,
ohne dr Herr Lährer.

So a Mo kommt et zom Gruaba
der ischd onderwegs oms Johr,
tags verhaut er d`Schulabuba
obends hot er Kirchachor,
Xangsverei ond Geigaschtonda
Sonntags orgla en dr Kirch,
so a Gschäft macht au an Xonda
rabiat ond Überzwerch.

Älle schdandat auf oim Hafa
jeder huschtet nomol gschwend
aber wenn dr Dirigent
mit seim Taktschtock s Zoicha geit
guck, do traut sich koiner s Schnaufa
passat auf, jett ischs so weit.

Wiea fahrad die Mäuler sprerrangelweit auf
wiea juchzed die Manna ond kommat ned nauf,
ond ondarom brommlets grad wie aus em Fass,
ganz tief ond hol an Bierbrauersbass.





Dr Dirigent sctoht ganz verboga
s platzt em schier sein Brotasrock
er wedelt mit de Ellaboga
fuchtelt grausig mit seim Stock.

Jetzt legat se los, jetzt ischs dene gleich
wiea zittrat die Schneizbärt ond wacklat die Beich,
se sengat so schee ond se sengat so laut,
se sengat vom Rehlein und wers uns getraut.

Ond machat ganz spitzige Mäuler
ond se klagat se häbet koi Schätzle mei
ond selber wird’s ehne ganz arg ond ganz wei
ond am liebschda dätat se heula.

So a Xang goht oim aufs gmiad,
drom kommt jetzt des End vom Lied
Aber was ischs End vom Lied,
daß se durschtig send ond miad,
darom däts em Xangverei dene Manna ed so gfalle
käm ned jedesmol hendadrei
älleweil an Allmachtsballa.

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